Alaska und Yukon Reise 2015 – Follow the sun

Halt machen, wo das Wetter am schönsten ist. Unter diesem Motto wagen wir, zwei Nicht-Camper, erneut einen Roadtrip mit einem Wohnmobil. Die unberührte Natur des Yukon und Alaskas ist ein Sehnsuchtsziel für Abenteurer. Bereits im Vorjahr hat uns diese Leidenschaft geweckt. Deshalb zieht es uns auch dieses Jahr zurück in die einsame Wildnis von Nordamerika mit ihren mächtigen Bergen, Gletschern, Seen, Flüssen und der grandiosen Tierwelt. Wohnmobilurlaub, das bedeutet Freiheit und Unabhängigkeit. Alaska und Yukon bieten dafür ideale Voraussetzungen. Die Highways führen meistens schnurgeradeaus durch endlose Wälder und Berge, sind lang und wenig befahren. Aufgrund der geringen Infrastruktur und den großen Entfernungen zwischen den Städten kommt für uns auch dieses Mal nur ein Rolling Home in Frage. 14 Tage lang werden wir den einsamen Straßen über 5.500 Kilometern folgen, per Wohnmobil versteht sich. Unser Reisebeginn fällt auf den Monat Juli. Es ist zwar nicht die preiswerteste Reisezeit, dafür aber bestimmt die Wärmste. Das Wetter in Yukon und Alaska ist allerdings unberechenbar.

Unsere Tour startet nach der Übernahme des Wohnmobils in Whitehorse, die Hauptstadt des Yukon Territorium. Bereits am nächsten Morgen verlassen wir das Yukon-Gebiet und tauchen ein in den wilden Norden von British Columbia. Berge und Wälder begleiten uns auf unbefestigten Wegen bis zur historischen Goldgräberstadt Atlin. Nach einer Nacht am malerischen Atlin Lake machen wir einen Exkurs auf dem legendären Alaska Highway in Richtung Osten nach Watson Lake. Dort erwartet uns ein berühmter Schilderwald, in dem wir uns mit einem eigens mitgebrachten Schild verewigen. Nahe des Campingplatzes hält uns ein Schwarzbär auf Trab.

Auf dem Weg nach Destruction Bay passieren wir Haines Junction und den Kluane Nationalpark. Eine Pause im Cottonwood Park am idyllischen Kluane Lake ist ein absolutes Muss.Nachdem wir wegen einer Reifenpanne unzählige Stunden verloren haben, geht es auf unserer Etappe über die Grenze nach Alaska bis zum kleinen Ort Tok. Dort erwartet uns das größte Goldnugget, das am Jack Wade Creek bisher gefunden wurde. Es folgt eine Fahrt auf dem Tok-Cutoff Highway entlang an zahllosen Flüssen, Seen und Gletschern. Auf dem Glenn Highway geht es weiter, vorbei an dem atemberaubenden Matanuska Gletscher. Eine Moschusochsen-Farm und ein Oldtimertreffen werden auf dem Weg nach Anchorage nicht ausgelassen. In der Hauptstadt Alaskas gehört Lake Hood zweifelslos zu den Attraktionen. Nach einer Besichtigung der 5th Avenue beginnt südlich von Anchorage eine eindrucksvolle Fahrt entlang des Turnagain Armes, wo wir nach Beluga Walen Ausschau halten und die Crow Creek Gold Mine besichtigen. Das nächste Ziel ist Homer an der Südwestspitze der Kenai Halbinsel. Dort genießen wir einen fantastischen Ausblick auf Homer Spit und die Berge der gegenüberliegenden Kachemak Bay. Weitere Highlights sind die russisch orthodoxen Kirchen in Ninichilk und Kenai. Vom Anchor Point genießen wir die klare Sicht auf den Mount Redoubt und Mount Iliamna. Inmitten der Halbinsel tummeln sich Lachsangler in den Flüssen von Cooper Landing. Nach einer Fahrt durch die Berge erreichen wir den Küstenort Seward. Ein absoluter Höhepunkt unserer Reise ist eine Tour mit einem Schiff im Kenai Fjords Nationalpark. Unterwegs zum Aialik Gletscher bestaunen wir Orcas, Buckelwale, Seelöwen, Seeotter und Eisberge. Von Seward machen wir einen großen Sprung bis nach Wasilla, wo wir den Independence Mine State Park besuchen. Es zieht uns in den hohen Norden, wo die Nacht zum Tag wird. Über den Taylor Highway und den Top of the World Highway geht es teilweise auf Schotterwegen durch die schier endlosen Weiten Alaskas bis nach Dawson City. Während der Etappe besuchen wir das verrückte Goldgräbernest Chicken und schürfen mit einer eigenen Schüssel am Jack Wade Creek nach Gold. Anschließend geht es über den höchstgelegenen Grenzübergang von den USA nach Kanada. Begleitet werden wir dabei von einer Herde Karibus. In der historischen Goldgräberstadt Dawson setzen wir mit der Fähre über den Yukon River. Ein Ausflug führt uns zum Midnight Dome, dem Hausberg von Dawson.

12. Juli
Anreise und Beginn
Anreise und Beginn
13. Juli
Atlin
Atlin
14. Juli
Teslin
Teslin
15. Juli
Watson Lake
Watson Lake
16. Juli
Kluane Lake
Kluane Lake
17. Juli
Tok
Tok
18. Juli
Anchorage
Anchorage
19. Juli
Homer
Homer
20. Juli
Kenai Halbinsel
Kenai Halbinsel
21. Juli
Seward
Seward
22. Juli
Independence Mine
Independence Mine
23. Juli
Top of the World Hwy
Top of the World Hwy
24. Juli
Dawson City
Dawson City
25. Juli
Emerald Lake
Emerald Lake
26. Juli
Abreise und Fazit
Abreise und Fazit

Nach einer Besichtigung der SS. Keno folgt eine Fahrt auf dem North Klondike Highway entlang am Yukon River bis nach Whitehorse. Auf dem Weg dorthin machen wir eine Pause am Dempster Highway, der für uns mangels Ersatzreifens nicht mehr in Betracht kommt. Vor Carmacks folgen die berüchtigten Five Finger Rapids, gewaltige Stromschnellen, die Raddampfer in der Vergangenheit zum Verhängnis wurden. Zum Abschluss unseres Roadtrips paddeln wir mit einem Kanu auf dem Emerald Lake, den wir dieses Mal auch vom Wasser aus bewundern dürfen. Wieder einmal hat uns der Mythos bzw. Bann des hohen Nordens gepackt.