Tag 09. Kootenay National Park – Radium Hot Springs

Trans-Canada Highway
Trans-Canada Highway

Unsere Zeit in Kanadas Westen neigt sich langsam dem Ende. Mit einem Frühstück in der Cafeteria des Chateau Lake Louise nehmen wir Abschied von der tollen Berglandschaft Kanadas. Danach geht die Fahrt durch den Kootenay Nationalpark Richtung US-Grenze wo der zweite Teil der Rundreise auf uns wartet. Bei der Fahrt durch den Park müssen wir feststellen, dass der Parkplatz des ersten Ausflugszieles, dem Marble Canyon geschlossen ist. An den Sperrböcken hängen überall Hinweisschilder mit einer Grizzly-Warnung. In den Medien steht, dass ein ausgewachsener Grizzlybär einen kleineren Schwarzbär förmlich zerrissen und aufgefressen hat. Nun ja, bei der Nachricht verzichten wir gern auf den Zwischenstopp.

Radium Hot Springs Pools
Radium Hot Springs Pools

Ein Stück weiter kommt an den Paint Pots, die nächste Überraschung. Auch hier ist das Ausflugsziel geschlossen. Ein Unwetter im Sommer hat das Flussbett des Vermillon Rivers überflutet und die einzige Brücke zu den Paint Pots zerstört. Schade! Bleibt nur noch ein Ausflugsziel übrig. Der Weg führt uns weiter durch den Nationalpark. Außer Warnschildern, die auf Wölfe hinweisen gibt es nicht viel zu entdecken. Am südlichen Eingang des Kootenay Nationalpark durchqueren wir Radium Hot Springs, einem Ort der radonhaltige Quellen führt. Die heißen Quellen liegen direkt an der Straße. Das bis zu 40° Grad warme Wasser wird in zwei Pools eines Thermalbades geleitet. Wir haben das Gefühl, das dieser Ort die besten Zeiten bereits hinter sich hat und fahren weiter.

Grenzübergang Kanada und USA – Eastport Idaho

Grenzübergang Eastport, Idaho
Grenzübergang Eastport, Idaho

Unsere Rundreise in Kanadas Westen neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit, Abschied von Kanada zu nehmen, um die Reise in den Nordwesten der USA fortzusetzen. Ein Trost bleibt uns zumindest, bereits in einer Woche betreten wir wieder Kanadas Boden, dieses Mal in Kanadas Osten. Auf dem Weg zur US-Grenze in Eastport ist die Stimmung etwas angespannt. Grund dafür ist die Einreise in die USA, die wir zum ersten Mal über den Landweg vornehmen. Werden die Zollbeamten freundlich sein oder wird es Probleme mit dem fehlerhaften Reisepass von Sev geben? Es sind lauter Fragen, die uns im Kopf herumschwirren. Am Grenzübergang angekommen scheint nicht viel Betrieb zu sein.

33° Grad Hitze vor Spokane
33° Grad Hitze vor Spokane

Der Zollbeamte ist nicht gerade freundlich und nuschelt bei seinen Fragen sich etwas in den Bart. Das wir ihn nicht verstanden haben passt ihm überhaupt nicht und wird deutlicher. Es sind übliche Fragen über den Grund der Einreise, unseren Beruf und ob wir Alkohol oder Drogen einführen. Anschließend sollen wir das Auto parken und ins Büro kommen. Im Inneren des Gebäudes sieht die Welt schon anders aus. Die Beamten sind freundlich und es werden sogar Scherze gemacht. Der Reisepass von Sev macht uns Ärger. Er scheint nicht mehr maschinenlesbar zu sein. Die Beamten glauben eher an ein Computerproblem und geben die Daten manuell ein. Nach dreißig Minuten dürfen wir tief durchatmen und unsere Reise in die USA fortsetzen.

Einreise über den Landweg – schon gewusst?

Der Unterschied zwischen der Einreise über den Landweg und mit dem Flugzeug ist einfach. Während man mit dem Flugzeug die Esta-Formulare vorher einreichen und bezahlen muss, funktioniert die Einreise über den Landweg wie gehabt. Der Abschnitt der grünen Pappe des Einreiseformulars wird in den Reisepass geheftet und bei der Ausreise wieder abgetrennt. Die Esta- Anmeldung entfällt und die Einreisegebühr kostet nur die Hälfte.

Spokane – The Old Spaghetti Factory

Pasta zum Abendessen
Pasta zum Abendessen

Unser Tagesziel ist ein Zwischenstopp in Spokane, das knapp drei Autostunden südlich der kanadischen Grenze liegt. Dort werden wir übernachten und haben uns dafür das Best Western Plus Peppertree ausgesucht. Frieren gehört ab heute der Vergangenheit an, das Thermometer zeigt nämlich 33° Grad an. Die Stadt ist eher unspektakulär, hat dafür ein tolles Restaurant der Kette „The Old Spaghetti Factory“ mit einer schönen Atmosphäre zu bieten. Dort lassen wir uns mit unseren hungrigen Mägen nieder und bestellen ein Nudelgericht. Hmm lecker! Im Gegensatz zu Kanada sind die Preise viel erschwinglicher.