28. Juli – Vancouver, Traummetropole in Westkanada

Unsere nächste Reise in Nordamerika geht dieses Jahr nach Vancouver Island, Kanadas schönste und wildeste Insel. Seit dem Abflug aus Whitehorse sind zwei Stunden vergangen, als das Flugzeug von Air Canada zum Landeanflug auf Vancouver ansetzt. Die Stadt ist Ausgangspunkt unserer Mietwagen-Rundreise auf Vancouver Island. Eingebettet zwischen der Strait of Georgia und den Coast Mountains gehört Vancouver zu den schönsten Städten der Welt. Von unserem Fensterplatz genießen wir die Aussicht auf die Traummetropole. Trotz vieler moderner Wolkenkratzer dominiert der grüne Stanley Park. Er ist eine Wildnis in der Großstadt. Bereits auf unserer Reise durch Kanadas Westen in 2012 hat uns der Park besonders beeindruckt. Grund genug, um Vancouver einen erneuten Besuch abzustatten.

Spritztour durch Nordamerikas lebenswerteste Stadt

Ankunft in Vancouver
Ankunft in Vancouver

Nachdem wir unsere Koffer vom Band genommen haben, geht’s direkt zur Autovermietung. Vermieter ist Alamo, der eine grenzüberschreitende Mietwagenrückgabe in Seattle gegen Gebühr zulässt. Die Einwegmiete kostet uns zwar 150,- Euro, dafür waren die Tickets für den Condor-Rückflug ab Seattle im Vergleich zu Vancouver insgesamt 200,- Euro günstiger. Gebucht haben wir das Auto über die Internetseite des ADAC. Ausgestattet mit einem schicken Hyundai Santa Fee verlassen wir den Flughafen und starten eine Spritztour in die kanadische Traumstadt. Vancouver rangiert übrigens unter den fünf lebenswertesten Städten der Welt. Das erste Ziel der Tour ist der Stanley Park und die Seawall, eine schöne Promenade in Coal Harbour. Vor der Abfahrt zum nächsten Ausflugsziel, knipsen wir schnell ein paar Motive, die in unserer Vancouver Fotogalerie noch fehlen.

English Bay – Stadtstrand für ein Sonnenbad

Strand, English Bay
Strand, English Bay

Wenig später schlendern wir schon an einem Strand der Englisch Bay entlang. Es ist ein beliebter Strand nicht weit vom Zentrum von Vancouver. Obwohl die Bucht an der Strait of Georgia liegt, misst das Thermometer heute über 25° Grad. In der English Bay ankern große Frachtschiffe, die auf eine Fahrt zu den Hafenanlagen warten. Der Strand steht in der Beliebtheitsskala der Einwohner ganz weit oben. Es ist ein idealer Ort für ein Sonnenbad, ein Picknick oder ein Nickerchen. Für das Letztere ist uns die Zeit in Vancouver viel zu schade. Am Rand der Bucht steht ein Inuksuk, ein Symbol der Olympischen Winterspiele 2010. In der Englisch Bay finden jedes Jahr zwei beliebte Veranstaltungen statt. Im Sommer erhellt das „Celebration of Light“ den Himmel, ein dreitägiger Feuerwerkwettbewerb. Im Winter zieht es viele Schwimmer zum „Polar Bear Swim“, ein Wettschwimmen am Neujahrstag bei frostigen Temperaturen.

Wenn Vancouvers blaue Stunde schlägt

Science World zur blauen Stunde
Science World zur blauen Stunde

Nach Sonnenuntergang wollen wir Vancouver zur blauen Stunde erleben. Die blaue Stunde bezeichnet die Zeit zwischen Sonnenuntergang und nächtlicher Dunkelheit. Unser erster Stopp ist am False Creek, unmittelbar vor der Science World. Der Anblick auf die Skyline mit der riesigen Kuppel, bei Eintritt der Dunkelheit ist umwerfend. Anschließend fahren wir direkt zu unserem Hotel. Das Blue Horizont liegt mitten in der Robson Street, Vancouvers beliebteste Flaniermeile. Entlang der Straße reihen sich Geschäfte und Restaurant nebeneinander. Aus diesem Grund haben wir das Hotel allerdings nicht gebucht, sondern wegen der Aussicht. Unser Wunsch wird erfüllt und wenig später finden wir uns in der 28. Etage des Hotels wieder. Das Zimmer mit Balkon ist riesig und bietet buchstäblich einen Panoramablick über die Stadt. Die Abenddämmung  von hier oben zu genießen ist ein Traum. Allein aus diesem Grund verdient das Blue Horizont unsere Empfehlung. Gute Nacht!