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Jasper National Park

Jasper National Park – Medicine Lake

Maligne Road, Jasper N.P.
Maligne Road, Jasper N.P.

Als wir nach dem Aufstehen einen Blick aus dem Fenster wagen, trauen wir unseren Augen nicht. Blauer Himmel, wohin man sieht! Gleich nach dem Frühstück geht es schon los auf den Icefield Parkway Richtung Jasper. Als Erstes steht der Medicine Lake auf dem Plan, der von der Sunwapta Falls Lodge eine Stunde entfernt liegt. Vorbei am Maligne Canyon und entlang des Maligne River geht es über die schmale Maligne Road bis zum Medicine Lake. Jedes Frühjahr füllt sich der rund 7 Kilometer lange See mit dem Schmelzwasser der umliegenden Berge, um im Herbst wieder zu verschwinden. Auch bei den Ureinwohnern blieb das Phänomen nicht verborgen. Sie glaubten, dass das Verschwinden des Wassers die Gabe eines Medizinmannes sei, und gaben dem See den Namen Medicine, das „Zauber“ bedeutet. Grund für das Verschwinden ist der poröse Kalksteinboden, der das Wasser aufsaugt und langsam in ein unterirdisches Höhlensystem leitet. Im Prinzip wie in einer Badewanne mit porösen Stöpsel. Zu unserer Reisezeit ist der Wasserpegel schon niedrig und deshalb kaum beeindruckend.

Unsere Aufmerksamkeit gilt eher den Bergziegen, die sich auf der Fahrbahn aufhalten und den Verkehr blockieren. Die Tiere sind kein bisschen scheu und kommen den Autos sehr nah. Ein Tourist wird sogar überrascht, als er plötzlich den Kopf einer Ziege vor dem Lenkrad hat. Außer den Ziegen haben wir leider keine weiteren Tiere gesehen, obwohl die Beobachtungsmöglichkeiten sehr gut sein sollen.

Maligne Lake

Unser MaxiVan Mietwagen
Unser MaxiVan Mietwagen

Auf das nächste Ausflugsziel haben wir uns ganz besonders gefreut, den Maligne Lake im Jasper Nationalpark. Der See liegt auf einer Höhe von 1670 Metern, ist 22 Kilometer lang und hat eine Tiefe von bis zu 100 Metern. Seine Türkis Farbe verdankt er dem Schmelzwasser, das aus einem Gletscher und dem Athabasca River stammt. Am See angekommen ist erst mal Parkplatzsuchen angesagt. Heute haben wir unbeschreibliches Glück mit dem Wetter, es gibt strahlenden Sonnenschein. Das wir nicht nur wegen dem Maligne Lake gekommen sind, sondern auch wegen Spirit Island, versteht sich von selbst. Die kleine Halbinsel ist eines der bekanntesten Fotomotive Kanadas,  das erst durch einen Fotowettbewerb von Kodak berühmt wurde.

Die Bootsfahrt nach Spirit Island ist mit 61 Dollar pro Person kein billiges Vergnügen. Um auf die Halbinsel zu kommen beißen wir in den sauren Apfel und kaufen zwei Tickets. Unsere Tour startet erst um 13:00 Uhr und es bleibt noch genügend Zeit für eine kleine Stärkung. Dafür bietet sich ein SB-Restaurant mit Holzterrasse und Blick auf den See an. Allerdings sollte man das Essen nicht aus den Augen lassen, denn die herumfliegenden Vögel sind wahre Räuber und der Snack ist schnell weg.

Mit unseren Kameras bewaffnet kann es endlich losgehen. Das Boot legt eine Strecke von 15 Kilometern zurück. Unterwegs wird einem viel über den Maligne Lake erklärt. Nik zieht es zum Fotografieren an die frische Luft, an das Heck des Bootes. Nach ungefähr 40 Minuten erreichen wir die Anlegestelle von Spirit Island. Auch wenn wir das Fotomotiv schon oft auf Bildern gesehen haben, so ist es mit den eigenen Augen noch beeindruckender und bleibt ein unvergessliches Erlebnis.

Spirit Island

Spirit Island, Jasper N.P.
Spirit Island, Jasper N.P.

An diesem Platz ist Kanada genauso, wie man es sich vorstellt. Ärgerlich ist dafür die kurze Aufenthaltsdauer von nur 10 Minuten. Ausgerechnet jetzt schiebt sich eine große Wolke vor die Sonne und macht das Fotografieren zur Geduldsprobe. Wir wären gerne mit einem späteren Schiff zurückgefahren, was durch eine genaue Besucherzählung unmöglich ist. Viel zu schnell sitzen wir wieder an Board und treten die Rückfahrt an. Rund zwei Stunden dauert die Bootstour, die uns zu den schönsten Stellen des Sees vorbeiführt. Der Blick auf die Kulisse der 3000 Meter hohe Bergkette und Gletschern des Maligne Canyon haben es in sich.

Spirit Island – schon gewusst?
Spirit Island gehört angeblich zu den berühmtesten Fotomotiven der Welt. Ein Amateur-Fotograf machte damals bei einem Kodak-Fotowettbewerb mit und gewann den ersten Preis mit seinem Foto, das anschließend sogar in der Grand Central Station, New York plakatiert wurde. In den darauf folgenden Jahren folgte buchstäblich eine Touristeninvasion zum neuen Wahrzeichen der kanadischen Rocky Mountains.

Wir haben wieder festen Boden unter den Füßen und machen vor der Abfahrt eine kleine Wanderung zum Ostufer des Sees. Hier steht auch das Maligne Tours Boat House. Für rund 50 Dollar kann man eines der roten Kanus mieten. Dafür haben wir bereits einen anderen See auserwählt und können deshalb darauf verzichten. Mehr dazu später im Bericht. Der Name Maligne stammt übrigens auch von den Ureinwohnern und bedeutet „unhaltvoll“. www.malignelake.com

Jasper

Nationalparkverwaltung, Jasper
Nationalparkverwaltung, Jasper

Auf der Suche nach einem Supermarkt beschließen wir auf dem Rückweg einen Stopp in Jasper einzulegen. Die kleine Stadt inmitten des Jasper Nationalparks verbindet mit dem Icefield Parkway (93) und dem Yellowhead Highway (16) die wichtigsten Verkehrswege miteinander. Wie schon in Banff wird auch in Jasper die Einwohnerzahl durch einen Zensus begrenzt. Ausschließlich Personen, die auch einer Beschäftigung nachgehen, dürfen einen festen Wohnsitz haben. Durch die Masse an Touristen fallen die knapp 5000 Einwohner in den Sommermonaten allerdings kaum auf.

Dampflok am Bahnhof, Jasper
Dampflok am Bahnhof, Jasper

Die meisten Hotels, Geschäfte, Restaurants und Tankstellen befinden sich am Connaught Drive, der Hauptstraße und Versorgungszentrum des Parks. Dort steht auch der Bahnhof, der mit seiner dekorativen Dampflok an vergangene Zeiten erinnert. Vor allem im Winter lässt sich der Ort am besten mit dem Zug erreichen. Unendlich lange Güterzüge rattern durch die Landschaft und lassen einen gerne Mal am Bahnübergang 15 Minuten warten. In dem ältesten Gebäude der Stadt ist heute die Nationalparkverwaltung untergebracht. Touristenmassen wie in Banff gibt es kaum was eine Besichtigung etwas entspannter macht. Im Visitor Center erhält man sogar Informationen über den Aufenthalt der Tiere.

Whistlers Mountain – Jasper Tramway

Whistlers Mountain
Whistlers Mountain

Aufgrund des schönen Wetters beschließen wir eine Fahrt mit der längsten und höchsten Seilbahn Kanadas zu machen. Von Jasper kommend führt eine Seitenstraße vom Icefields Parkway direkt zur Jasper Tramway. Es gibt nur noch wenige Besucher, als wir um 17 Uhr am Parkplatz der Seilbahn ankommen. Wegen des stolzen Preises von 29 Dollar pro Person lohnt sich der Ausflug mit dem Schweizer Bauwerk nur bei schönem Wetter und klarer Sicht. Eine günstigere Alternative bietet nur der Wanderweg, für den man 4 Stunden nach oben benötigt. 7 Minuten dauert die Fahrt mit Jaspers Tramway bis zur Gondelstation auf Jaspers Hausberg Whistler Mountain, die sich auf einer Höhe von 2277 Metern Höhe befindet.

Whistlers Mountain
Whistlers Mountain

Unterwegs hat Sev einen Bären unterhalb der Kabine gesichtet, der aber für die Kamera viel zu weit weg ist. Wir haben Glück mit dem Wetter und genießen den weiten Ausblick auf die Berge und die endlose Wildnis. Es ist genau das, was uns an Kanada so fasziniert. Man kann den Zusammenfluss des Athabasca- und Miette River mit den verschiedenen Farben im Tal erkennen, die das Landschaftsbild prägen. Schnell kommen wir mit Touristen ins Gespräch, die schon überall auf der Welt waren. Auch sie sind begeistert von der Bergwelt der kanadischen Rocky Mountains, die nach deren Aussage zu den schönsten der Welt gehören. Wer möchte kann noch den kleinen Aufstieg bis zur Bergspitze unternehmen. Schnell lassen wir noch ein Erinnerungsfoto von uns machen, bevor es wieder nach unten geht.

Pyramid Lake

Wapitihirschkalb
Wapitihirschkalb

Es folgt ein Besuch des Pyramid Lake, eines der schönsten Sehenswürdigkeiten Jaspers. Die Fahrt auf der kurvenreichen Pyramid Road führt uns vorbei am Patricia Lake bis zum Pyramid Lake, der 10 Minuten von Jasper entfernt liegt. Vom Parkplatz des Sees zieht es uns gleich nach Pyramid Island, die mit einer schönen Holzbrücke mit dem Festland verbunden ist. Von der Insel bekommt man eine herrliche Aussicht auf den See und den umrahmten Wäldern der Berge. Im Hintergrund ragt der Mount Pyramid hervor, der sich am Abend aber nur in seinem eigenen Schatten zeigt. Allein wegen der schönen Kulisse und den Sitzbänken zum Picknicken ist die Insel das reinste Paradies und für uns ein echter Geheimtipp.

Pyramid Island
Pyramid Island

Außerdem besteht die Möglichkeit eine Fahrt mit dem Ruderboot oder Kanu zu unternehmen.  Der eigentliche Grund unseres Besuchs sind allerdings die Tiere. Gerade in der Abendsonne gibt es die meisten Chancen, eines der Elche, Hirsche oder Bären zu sehen. Wir haben Glück und dürfen auf dem Rückweg mehrere Elche beobachten. Am Patricia Lake springt plötzlich ein junger Wapitihirschkalb vor unseren Augen ins Wasser. Eine Horde Asiaten ist dem Jungtier bereits auf den Fersen. In verschiedenen Posen will Jeder einmal mit dem Tier fotografiert werden. Sie merken allerdings nicht, dass es nur zu seiner Herde zurück will. Kurz darauf folgt die nächste Entdeckung. Aus sicherer Entfernung können wir einen ausgewachsenen Wapitihirsch mit seinem mächtigen Geweih im tiefen Grass beobachten.

Athabasca Falls

Alter Highway 93a
Alter Highway 93a

Es ist Zeit für unserer letztes Ausflugsziel für heute. Der Uhrzeiger steht schon auf 19 Uhr und wir müssen uns spurten, bevor die Sonne hinter den Bergen verschwindet. Der Weg zu den Athabasca Falls führt über den alten Highway 93a, der zu dieser Uhrzeit kaum befahren ist. Der Parkplatz ist groß und lässt vermuten, das Tagsüber mit Besuchermassen zu rechnen ist. Nik hat es wiedermal eilig und stolpert bei der Überwindung von zwei Baumstämmen um den Wanderweg abzukürzen. Autsch, das tat weh, es bleibt zum Glück nur eine Schürfwunde am Knie zurück. Sev eilt schnell mit einem Pflaster herbei, bevor die Wanderung fortgeführt werden kann.

Athabasca Falls
Athabasca Falls

Schon von weitem ist das donnernde Wasser des Athabasca Falls zu hören. Mit einer Falltiefe von 23 Metern stürzen sich die Wassermassen über eine Stufe in einen Canyon. Das Wasser hat sich mit viel Kraft eine Schlucht durch den Felsen gefressen. Allein der Anblick auf die Wasserfälle des Athabasca River und die umliegenden Berge in der Abendsonne ist überwältigend. Man könnte den ganzen Abend dort verbringen, wenn da nicht der knurrende Magen von Sev wäre. Also geht es zurück zum Hotel, wo wir den Abend im Restaurant ausklingen lassen.

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