26. Juli – Frühstück bei Tim Hortons

Frühstück bei Timis
Frühstück bei Timis

Als der Wecker um 7 Uhr morgens klingelt, fällt uns das Aufstehen besonders schwer. Trotz eines Hotelzimmers haben wir mehr schlecht als recht geschlafen. Vielleicht hat das an den vielen Eindrücken der letzten Tage gelegen. Aber das hilft uns auch nicht weiter. Die tolle Dusche im Hotelzimmer macht dafür alles wieder wett. Zum Glück haben wir die Koffer bereits am Vorabend gepackt. Nach dem Check-out fahren wir zum Frühstücken in die Stadt. Es ist nicht irgendein Frühstück, sondern eins bei Tim Hortons, unserer Lieblinkskette in Kanada. Als wir um 9:30 Uhr dort ankommen, bleibt noch genügend Zeit. Neuerdings gibt es sogar Nutella zu den Bagels oder Croissants. Das Frühstück ist zwar nicht so umfangreich wie im Camper, geschmeckt hat es trotzdem. Vollgestopft fahren zu Fraserway in die Quartz Road.

Fraserway – Rückgabe unseres Truck Campers

Bei Fraserway sind wir heute Morgen nicht die Einzigen. Ein Fahrzeug nach dem anderen rollt auf den Hof. Die Rückgabe des Fahrzeugs geht schnell voran. Der Wohnmobilvermieter hat nichts zu beanstanden. Im Büro geht’s dann ans Eingemachte. Dafür haben wir unsere Mängelliste dabei. Ganz oben auf der Liste steht unsere Rechnung für den Reifenwechsel in Burwash Landing. Die Büroleiterin weist ihre Kollegin darauf hin, dass uns die Kosten komplett zurück erstattet werden. Danach sind wir erleichtert, immerhin hat uns der Spaß die Kreditkarte um 300 Dollar mehr belastet. Ungeöffnete Lebensmittel verstauen wir in das Regal für die nächsten Camper. Auch unser Gas-Campinggrill gehört dazu. Dieses Mal fällt es uns schwer, den Truck Camper zurückzugeben. Als wir uns ein letztes Mal umsehen, ist er bereits in der Halle verschwunden. Uns wird eine Rückfahrt zum Flughafen um 14 Uhr angeboten, was uns aber als viel zu früh erscheint.

Abflug aus Whitehorse – Zeit, Abschied zu nehmen

Flughafen, Whitehorse
Flughafen, Whitehorse

Das Wetter ist zwar nicht das schönste, aber es regnet nicht. Momentan jedenfalls nicht. Bis zum Rückflug um 18:40 Uhr sind noch über 6 Stunden Zeit übrig. Von Fraserway bis ins Zentrum sind es nur 15 Minuten zu Fuß. Wir schlendern an der Promenade entlang, kaufen Souvenirs und trinken gemütlich einen Kaffee bei Starbucks. Irgendwie ist es ein verlorener Tag. Die Zeit zwischen der Fahrzeugrückgabe und dem Flug ist sehr lang. Gegen 16 Uhr lassen wir uns von einem Taxi zunächst zum Hotel und im Anschluss zum Flughafen kutschieren. Unsere Koffer hatten wir im Hotel am Flughafen deponiert. Ob sich die Mehrkosten für das Taxi von 30 Dollar für den erweiterten Aufenthalt in Whitehorse gelohnt haben, darüber lässt sich streiten. Als wir den Flughafen betreten, trauen wir unseren Augen nicht.

Die Eingangshalle ist überfüllt mit Passagieren. Außer unserem Flug nach Frankfurt gibt es noch weitere Flüge nach Vancouver und Dawson City. Beim Gepäck aufgeben erleben wir eine unschöne Überraschung. Das Handgepäck wir tatsächlich gewogen. Damit haben wir nicht gerechnet. Schließlich sind wir mit dem gleichen Gewicht hierher geflogen. Unser Handgepäck hat über 3 Kilogramm Übergewicht und die Koffer wiegen bereits ihre 23 Kilogramm. Uns bleibt nichts anders übrig, als die 98 Dollar zu bezahlen. Die Wartehalle des Flughafens ist viel zu klein geraten. Die Fluggäste werden in zwei Gruppen aufgeteilt und getrennt zum Flugzeug gelassen. Endlich ist es soweit. Nach einer halben Stunde Verspätung dürfen wir endlich in der Maschine von Condor Platz nehmen. Der Kapitän begrüßt uns an Board und teilt uns mit, dass die Flugzeit nach Frankfurt 9,5 Stunden beträgt. Wir lehnen uns entspannt zurück und versuchen die meiste Zeit zu schlafen. Durch das Fenster winken wir Whitehorse ein letztes Mal zu, bevor das Flugzeug in den Wolken verschwindet. Bye bye Yukon, see you again!

Unser Fazit – Alaska und Yukon Reise 2015

Zum Schluss möchten wir ein persönliches Fazit zur Yukon und Alaska Reise ziehen! Es spiegelt unsere persönliche Meinung wieder und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit bzw. Richtigkeit.

Nachdem uns die Leidenschaft Alaskas und des Yukon bereits 2014 geweckt hatte, wagten wir als zwei Nicht-Camper erneut einen Roadtrip mit einem Wohnmobil. Wieder war 14 Tage lang ein Truck Camper unser ständiger Begleiter und Zuhause. Wohnmobilurlaub, das bedeutet für uns fortan Freiheit und Unabhängigkeit, besonders in der Wildnis. Im Vergleich zum Vorjahr wussten wir genau, was uns erwartet. Das machte die Reiseplanung viel einfacher. Halt machen, wo das Wetter am schönsten ist, hatten wir uns fest vorgenommen. Obwohl wir bereits dort waren, übertraf auch diese Abenteuerreise unsere Vorstellungen.

Anreise

Die Flüge hatten wir uns schon 6 Monate im Voraus gesichert. Gebucht wurde ein Gabelflug von Bremen über Frankfurt nach Whitehorse direkt im Internet bei der Fluggesellschaft Condor. Der Flug und der freundliche Service bei Condor hatten uns wie gewohnt gut gefallen. Über den knappen Sitzabstand in der Economy Class lässt sich streiten. Der stolze Aufpreis für die Premium Economy Class rechtfertigt den hohen Aufpreis unserer Meinung nach nicht.

Wohnmobil

Als Reisebegleiter kam für uns nur ein Truck Camper in Frage. Nur in dieser Fahrzeugklasse ist das Befahren fast aller Off Road Pisten erlaubt. Im Vergleich zum Vorjahr hatten wir dieses Mal einen Camper mit Slide Out gebucht. Das Fahrzeug bietet nicht nur mehr Platz, sondern besitzt zudem einen sparsamen Dieselmotor. Außerdem hat uns der Dodge Ram 3500 als Pickup viel besser gefallen als der Ford F-350. Der freundliche deutschsprachige Service vom Wohnmobilvermieter Fraserway ist wie gewohnt Spitze. Zu beanstanden waren die geringen Reifenprofile und die dadurch verursachte Reifenpanne.

Wetter

Dass es in Alaska und Yukon keine Schönwettergarantie gibt, sollte jedem von Anfang an klar sein. Mit so viel Glück beim Wetter hätten wir nicht gerechnet. Allerdings schien nicht überall zur gleichen Zeit die Sonne. Dafür muss man flexibel sein und darf sich nicht wie viele Camper von der klassischen Route leiten lassen. Dann klappt es auch mit der Sonne. Insgesamt waren wir überrascht von den warmen Temperaturen. Dieses Mal sogar während der gesamten Reise. Immerhin hatten wir nur zwei Regentage zu verzeichnen.

Erfahrungen

Wieder war unsere Route vollgepackt mit Sehenswürdigkeiten. Zwei Wochen lang sind wir einsamen Straßen über 5.500 Kilometern gefolgt. Anfängern empfehlen wir, für die gesamte Route besser drei Wochen einzuplanen. Das lässt mehr Spielraum für Aktivitäten oder um die schönen Campingplätze zu genießen. Allerdings muss man in Alaska und Yukon nicht alles gesehen oder erlebt haben. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Dafür haben wir euch in den Reiseberichten 2014 und 2015 genügend Sehenswürdigkeiten und Möglichkeiten aufgezeigt.

Pläne

Zwei Jahre Alaska und Yukon hintereinander haben uns mit vielen tollen Eindrücken geprägt. Die positiven Erfahrungen eines Campingurlaubs wollen wir nicht mehr missen. Deshalb ist für 2018 eine Rundreise in West-Kanada geplant – alles per Wohnmobil, versteht sich. Das nächste Abenteuer kann beginnen! Cool