22. Juli – Ausflug zum Hatcher Pass in die Talkeetna Mountains

Frühstück im Truck Camper
Frühstück im Truck Camper

Heute früh sind wir schon um 6 Uhr auf den Beinen. Das Problem mit dem Gas-Anschlussventil lässt uns keine Ruhe. Zum Glück war es nicht kühl letzte Nacht. Uns überkommt eine Idee, die den Reiserverlauf wieder ins richtige Lot bringen soll. Wir tauschen einfach die Seiten der Profangasflaschen. Das linke Anschlussventil scheint in Ordnung zu sein. Minuten vergehen, bis sich unser Vorhaben auszahlt. Alles funktioniert, wie es sein soll und die Reise kann ohne Bedenken fortgesetzt werden. Danach geht’s unter die Dusche des Creekwood Inn RV-Park, die wie gewohnt sauber und kaum besucht sind. Uns knurrt der der Magen. Gegen 8 Uhr gibt es Frühstück. Der Vorteil einer Wohnmobilreise ist, dass man sich sein Frühstück selber zusammenstellen und kreieren kann. Auch wenn der Wetterbericht für den Tag nichts Gutes verspricht, kann das unserer guten Laune nichts anhaben.

Palmer, Alaska
Palmer, Alaska
Hatcher Pass, Alaska
Hatcher Pass, Alaska
Hatcher Pass, Alaska
Hatcher Pass, Alaska

Independence Mine State Historical Park – alte Goldmine am Gebirgspass

Independence Mine, Alaska
Independence Mine, Alaska

Unsere Rundreise führt weiter zum nächsten Etappenziel, zur Independence Mine, nördlich von Palmer. Auf halber Strecke legen wir eine Pause auf dem Hatcher Pass ein, der sich durch das Hochland der Talkeetna Mountains windet. Direkt an der Straße rauscht ein schäumender Bach von einem Gletscher hinab. An der stillgelegten Goldmine Mine angekommen, werden die Überreste vergangener Zeiten sichtbar. Genauso sehen die Gebäude aus, oder das, was davon übrig geblieben ist. Im Gegensatz zu den Häusern im Tal befindet sich die Mine in keinem guten Zustand. Das Foto im Reiseführer scheint wesentlich älter zu sein, als das Bild, was sich vor uns befindet. An der historischen Mine wird ein Permit von 10 Dollar pro Fahrzeug fällig, das man in einem Holzkasten hinterlegt.

Ein Rundweg führt durch ein ehemaliges Goldgräberdorf herauf bis zur Mine, die sich in einem Hochtal befindet. Als Besucher kann man herumwandern und einen Blick durch die Fenster werfen. Im Rahmen von Führungen kann man auch einige Gebäude besichtigen. Für uns ist die Wanderung eine willkommene Abwechslung, als den Tag nur im Camper zu sitzen. Momentan ist es trocken, dunkle Wolkenfelder sind uns bereits auf die Fersen. Ein Besuch ist die historische Mine jederzeit wert, gerade weil man dafür keinen großen Umweg fahren muss. Es ist bereits Mittag, als wir zurück am Truck Camper sind. Eine Wanderung macht hungrig. Sev bereitet zur Stärkung ein paar Sandwiches zu, bevor wir die Schaukelstrecke Hatcher Pass zurück nach Palmer fahren.

Glenn Highway – heftiger Sturm und Regen im Anmarsch

Matanuska River
Matanuska River

Mit neuem Diesel und Blue DEF im Tank geht’s weiter über den Glenn Highway nach Osten. Das Wetter wird immer schlechter. Heftiger Sturm und Regen sind im Anmarsch. Zum Glück haben wir die Strecke auf der Hinfahrt bei schönem Wetter erlebt. Schnell wird man daran erinnert, wie extrem das Klima in Alaska sein kann. Von nun an heißt es nur noch vorankommen, bis zur nächsten Tankstelle in Glennallen. Dort staut sich wie gehabt der Verkehr vor den Zapfsäulen. Der letzte Abschnitt der Strecke führt über den Tok Cut Off Highway, nach Norden. Diverse Straßenbauarbeiten verzögern unsere Ankunft. Mittlerweile hat sich das Wetter wieder beruhigt. Die Sonne kommt zum Vorschein. Am Straßenrand entdecken wir in der sumpfigen Tiefebene zahlreiche Elche. Bereits im Vorjahr konnten wir auf dieser Straße welche sehen. Die beste Zeit dafür sind die Abendstunden.

Tok RV Village – Zwischenstopp auf dem Rückweg in den Yukon

Als wir in Tok um 20 Uhr im RV Village eintreffen, ist das Büro des Betreibers bereits geschlossen. Die Anmeldung wird deshalb auf den nächsten Morgen verschoben bzw. bezahlt. Ein Stellplatz für unser Rolling Home ist schnell ausfindig gemacht, das Fahrzeug eingeparkt und die Stromversorgung angeschlossen. Heute wird endlich wieder gegrillt. Es gibt kein Steak, sondern frischen Wildlachs. Der Appetithappen hat uns in einem Supermarkt bei Palmer ganze 20 Dollar gekostet. So etwas leistet man sich nicht jeden Abend, jedenfalls wir nicht.

Es ist zwar spät, aber dunkel noch lange nicht. Lediglich die Mücken werden immer aggressiver. Während der Lachs auf dem Grill liegt und die Ofenkartoffeln garen, vertreiben wir uns die Zeit mit dem Aufräumen des Campers. Dann genießen wir Alaska Wildlachs, der nie zuvor eine Tiefkühltruhe gesehen hat. Bevor wir einschlafen, lassen wir den Abend ausklingen und blicken auf den Horizont, an dem die Sonne langsam untergeht.